Therese und ihre Familie waren sehr konservativ. Bis zuletzt wurde der Hof ausschliesslich mit Pferden bewirtschaftet. Autos oder andere Maschinen wollte die Herrschaft nicht. Auch ein Anschluss an die Anfang des 20. Jahrhunderts gebaute Kleinbahn (Stralsund-Barth) wurde abgelehnt.
Ausfahrten und Besorgungen wurden mit der Pferdekutsche unternommen. Der Name des Kutschers war übrigens "Benzin"!
Zur Rübenerntezeit im Herbst, wenn die Felder schon durchnässt und matschig waren, wurden transportable Schienen auf den Feldern ausgelegt. Die Zuckerrüben wurden dann auf kleine Loren verladen und mit den Pferden zum Rübenhafen (heute Wasser- Wander- Rastplatz und Badestelle) gezogen, von wo sie auf Boote zur Zuckerfabrik nach Barth verschifft wurden.
Auch Holz wurde so geerntet und verladen.
Nach der Feldarbeit wurden die Pferde jeweils an der Waschstelle (heutiger Anglerhafen) in den Bodden getrieben und gesäubert.
Die meisten männlichen Nachkommen der Familie von Zansen-Osten kamen im 2. Weltkrieg ums Leben. Am Kriegsende wurde das Gut von russischen Truppen besetzt. Die Gutsleute hatten eine Stunde Zeit ihre Sachen zu packen und wurden dann vertrieben.
Durch die sowjetische Besatzungsmacht wurden über hundert Flüchtlinge aus den Ostgebieten in das Gutshaus und die angrenzenden Gebäude eingewiesen. Jede Flüchtlingsfamilie bekam ein einziges Zimmer. In den Kellerräumen richtete man sich Küchen ein.
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